Schamanismus gehört zu den ältesten spirituellen Arbeiten, der noch immer in vielen indigenen Kulturen weltweit verbreitet ist, und zunehmend auch von der „westlichen“ Welt (wieder-)entdeckt wird.
Der Schamanismus basiert auf der Vorstellung, dass alle Dinge – Menschen, Tiere, Pflanzen und die Natur – durch energetische Kräfte miteinander verbunden sind. Der Schamane fungiert bei einer Schamanischen Reise als Mittler zwischen der physischen Welt und den verschiedenen spirituellen Ebenen.

Je nach indigener Tradition werden sie als Heiler, Berater, oder spirituelles Stammesoberhaupt gesehen.
Schamanen werden in der indigenen Kultur zum Schamanen initiiert, so gibt es unterschiedliche Rituale und Zeremonien, um eine solche Initiation zu durchlaufen.
Schamanische Arbeit im westlichen Kontext
In der „westlichen“ Welt gibt es zumeist keinen Stamm, der einen Schamanen benötigt, daher wird hier zumeist der Begriff des „Schamanisch Arbeitenden“ verwendet.
Die Überlieferung des Schamanischen Wissens erfolgt in den indigenen Stämmen zumeist auf mündlichem Weg während der Ausbildung bei einem (älteren) Schamanen bzw. dem Stammesschamanen.
Die Verbindung der hiesigen Wirklichkeit mit der spirituellen Dimension wird in den allermeisten Fällen durch einen rhythmischen Trommelschlag – dem Herzschlag von Mutter Erde – hergestellt. Es kann aber auch die Rassel zum Einsatz kommen. Andere Möglichkeiten sind spezielle Rituale, Gesänge oder Tänze.
Im Schamanismus wird die spirituelle Welt in eine „Untere Welt“, eine „Mittlere Welt“, welche zumeist der hiesigen entspricht, und eine „Obere Welt“ eingeteilt.
Gemeinsame Reise zu Spiritualität
Diese Welten werden mithilfe des Trommelschlags „bereist“ und es erfolgt eine Kommunikation mit den spirituellen Wesen in diesen Welten, um Wissen zu erlangen.
Einer der wichtigsten Punkte im Schamanismus ist die Balance und Harmonie: das Gleichgewicht in allen Bereichen – im Innen und Außen. So werden mithilfe der Schamanischen Reisen innere und äußere Konflikte gelöst und die Balance wiederhergestellt.
Besonders wichtig sind Wertschätzung und Achtung aller Formen des Lebens. So legt der Schamanismus großen Wert auf Harmonie und die Achtung der Natur, deren Kräfte als lebendig und beseelt angesehen werden.
Das Streben nach Balance zwischen der physischen und spirituellen Welt ist von zentraler Bedeutung, ebenso wie die Verpflichtung des Schamanen, seine Gabe verantwortungsvoll einzusetzen.